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Fragen zum Thema II

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1 Fragen zum Thema II am So Mai 23, 2010 2:31 pm

Was kritisiert der "Mary-Versuch" noch mal?

Danke im Voraus,

phil

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2 Re: Fragen zum Thema II am Sa Mai 29, 2010 7:24 pm

das argument von jackson mit dem mary expertiment kritisiet den materialismus


ich habe die korrelationstheorie der hirnfunktion nicht verstanden kann die mir jemand erklären?

hat jemand lust jung und freud kurz darzustellen?
ich versthe die zwar weiß aber nciht wie man das erklären soll...



Zuletzt von Marius am So Mai 30, 2010 4:11 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : dreifach post.... in 3 minuten^^)

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3 Re: Fragen zum Thema II am So Mai 30, 2010 9:19 pm

Probieren wir's mal:
Eine rotempfindliche Nervenzelle: Wink
Taucht in ihrem rezeptiven Feld etwas Rotes auf, macht sie Aktionspotenziale: bounce
Eine Stoppschild-Nervenzelle: Wink
Ist ein Stoppschild in ihrem rezeptiven Feld, dann macht sie Aktionspotenziale bounce gleichzeitig (korreliert) mit der rotempfindlichen Nervenzelle bounce (Weil das Stoppschild rot ist)
und auch gleichzeitig mit Nervenzellen, die Erinnerungen an Brustwarzen bounce Lippen bounce oder von Wut geröteten Gesichtern bounce auftauchen lassen oder zum Anhalten führen bounce
Hängt ein Zweig mit grünen Blättern über das Stoppschild, dann bilden auch grünempfindliche Nervenzellen Akktionspotenziale, aber nicht gleichzeitig Evil or Very Mad mit den rotempfindlichen bounce Brustwarzen- bounce und Stoppschildzellen, sondern gleichzeitig mit den Blätterzellen Evil or Very Mad oder Zellen, die Erinnerungen an Gesichter vor dem Erbrechen hervorrufen Evil or Very Mad
Ein Materialist würde tendenziell meinen, dass allein die Aktivität von rotempfindlichen Zellen bounce eine Rot- und die von grünempfindlichen Evil or Very Mad eine Grünempfindung verursacht. Ein (neurobiologisch gebildeter) Funktionalist würde meinen, dass die Beziehungen (das gleichzeitige Auftreten) der Aktivität der rotempfindlichen Zelle zu den für Brustwarzen, Lippen, Stoppschilder und vieles, vieles andere für die Empfindungsqualität rot verantwortich sind.
Man merkt den Unterschied bei Pseudonormalen:
Bei ihnen bilden Grünempfindliche Zellen Aktionspotenziale bounce zeitgleich mit den für brustwarzen bounce , Lippen bounce und Wutgesichtern empfindlichen bounce
Die rotempfindlichen hingegen Evil or Very Mad gemeinsam mit Blätter- Evil or Very Mad und Kotzgesichtempfindlichen Evil or Very Mad
Ein Pseudonormaler müsste also aus materialistischer Sicht umgekehrte, aus funktionalistischer annähernd gleiche Farbempfindungen haben.
Statt Evil or Very Mad müsste eigentlich ein bounce stehen, das in einem anderen Rhythmus springt
Kapiert Question

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4 Re: Fragen zum Thema II am Mo Mai 31, 2010 4:49 pm

Tristan

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ichglaub ich muss ma die smilys deaktivieren XD


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5 Re: Fragen zum Thema II am Fr Jun 04, 2010 10:52 pm

@Lilian
Zu deinen Psychoanalyse-Fragen. Ich würde so anfangen:
Freud versteht sich (wie Feuerbach) als Atheist, obwohl er hinsichtlich der Existenz Gottes (wie Kant) davon ausgeht, dass etwa die Existenz Gottes weder beweisbar noch widerlegbar ist, was er allerdings (anders als Kant) als eine in Zukunft durch die Wissenschaft entscheidbare Frage erachtet.
Die Herkunft der Religion erklärt er auf verschiedene Weise: anthropologisch, ontogenetisch und phylogenetisch.
Anthropologisch: Religion als Illusion ... Illusion ist der Glaube, weil er nicht vom Streben nach Wahrheit, sondern von den Wünschen des Menschen (Schutz, Sinngebung etc.) motiviert ist (Unterschied zu Irrtum /Wahnidee Prinzen-Story - gibts einen Text zu: "Die Zukunft einer Illusion")
Ontogentisch: Gott ist Fortsetzung der frühkindlichen Vaterbeziehung (Ödipuskomplex ... Verinnerlichung der Werte des Vaters im Über-Ich, Projektion des Über-Ich auf Gott - gibts ein AB "Psychoanalytische Strukturmodelle" zu)
Phylogenetisch: Vater der Urhorde wird von den Söhnen getötet und verspeist, um Zugang zu den Frauen zu gewinnen ... (gibts einen Text zu)
Für Jung ist Gott einer der wichtigsten Archetypen, mit dem der Mensch den jeweils überwältigendsten psychischen Faktor benennt.
Archetypen sind Gestalten des kollektiven Unbewussten. Das kollektive Unbewusste ist bei allen Menschen im Wesentlichen gleich und gewissermaßen angeboren.
Archetypen können wirksam werden, indem Menschen sie projizieren oder sich mit ihnen identifizieren (Bsp. Anima / Animus) Nach Jung ist es unvermeidbar, dass Archetypen projiziert werden. Die Entwicklung des Menschen verlangt aber nach Rücknahme dieser Projektionen. Diese Entwicklung lässt sich schön an der Geschichte der Religion verfolgen: Projektion viele Götter / ein Gotte; Beginn der Rücknahme: Gott wird ein (anderer) Mensch: Jesus / Identifikation: Gott ist meine Projektion. Nur ich kann das leben, was ich in ihn projiziert habe.
Sicher frage ich dann nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden mit Feuerbach. Aber das kann der geschätzte Leser erstmal selbst überlegen ... lol!

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6 Re: Fragen zum Thema II am Mo Jun 07, 2010 6:19 pm

Gemeinsamkeiten:

- Gott ist Projektion der Menschen und somit Illusion

Unterschiede:

- Anstatt die Projektion zurück zu nehmen und die Wünsche in der Realität zu verwirklichen (Feuerbach), soll man die Realität in der wissenschaftlichen Forschung erkennen (Freud)

hab ich das richtig verstanden?

und wieso kann man bei Gemeinsamkeiten noch die Kritik Kants erwähnen?

und was hat Freud mit Feuerbach gemeinsam, wenn Freud die "Wege einer "inneren", "mystischen" Erkenntnis Gottes" in Frage stellt, indem er ihnen jeden Wert zur Beantwortung religiöser Fragen abspricht?

Danke im Voraus,

phil

ps.
und in wieweit wird phylogenetisch die Herkunft der Religion erklärt? wenn da die Söhne ihren Vater verspeisen, um an die Frauen zu kommen ist das doch keine Erklärung für die Herkunft von Religion.

Oder stehe ich grad völlig auf dem Schlauch??
hab ich eas verpasst??

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7 Re: Fragen zum Thema II am Mi Jun 09, 2010 6:08 pm

was sagen genau die Agnostiker?
und ist jean amery einer?

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8 Re: Fragen zum Thema II am Mi Jun 09, 2010 6:31 pm

Tristan

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Admin
Ja Amery ist Agnostiker...
Agnostiker sagen ähnlich wie Kant, das man cniht beweisen kann ob es eine höhere Existenz (Gott) gibt, es jedoch auch nciht wiederlegen kann. Sie gehen allerdings apporximativ davon aus das es ihn nicht gibt, da es keine logischen Beweise für ihn gibt, die auf empirischer Erfahurng beruhen.


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9 Re: Fragen zum Thema II am Mi Jun 09, 2010 7:28 pm

Im Prinzip richtig.
Allerdings gilt dies nur für Gottesbegriffe wie "den guten Vater, der überm Sternenzelt wohnt".
Für Gottesbegriffe wie (Hegels) "Gott, der sich in der Geschichte verwirklicht" argumentiert er sprachkritisch:
Diesbezügliche Sätze sind sprachlich sinnlos, können also weder bejaht noch verneint werden.
Améry bezieht sich hier auf den logischen Empirismus / Wiener Kreis:
Es gibt:
1. sinnvolle Sätze. Sinnvoll ist ein Satz, wenn er sich logisch (daher "logisch") von empirisch (daher "Empirismus") Überprüfbarem ableiten lässt.
Sinnvolle Sätze können wahr oder falsch sein - je nachdem ob der abgeleitete emprirische Sachverhalt nachgewiesen werden kann oder eben nicht.
2. sinnlose Sätze. Bei denen ist eine solche Ableitung nicht möglich ist.
"Überm Sternenzelt lebt ein guter Vater" ist ein sinnvoller, aber (mit aproximativer Gewissheit) falscher Satz.
"Ursprung des Universums ist der Urknall" ist ein sinnvoller und (mit einiger Sicherheit) wahrer Satz.
"Gott gelangt in der Entwicklung der Menschheit zur Freiheit zum Bewusstsein seiner selbst" ist ein sinnloser Satz (und kann als solcher weder wahr noch falsch sein).
Kant unterscheidet sich von Améry und logischem Empirismus
1. dahin gehend, dass er den sprachlichen Sinn von Aussagen über Gott nicht hinterfragt
2. er die Frage für praktisch relevant hält.
Man könnte mit Kant Améry entgegen halten, dass er eben diese praktische Dimension übersieht. Sätze wie die Hegels mögen keinen theoretischen Sinn haben. Sie dienen aber Menschen als Handlungsorientierung und sind in der Hinsicht keineswegs sinnlos.

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10 Re: Fragen zum Thema II am Mo Jun 14, 2010 2:43 pm

hallo

was heißt nochmal Theodizee?

kann sich jemamd noch an die beiden sätze erinnern die einmal zum atheisten passt und der andere der zum atheisten und agnostiker passt?

und nochwas...
ich bekomme gerade den zusammenhang von theodizee-problem und log.empirismus nciht hin. kann mir jemand helfen?

danke schonmal Smile

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11 Re: Fragen zum Thema II am Di Jun 15, 2010 7:13 pm

Also ich hab glaube folgendes doch noch nicht verstanden...
1) Die Frage war welche praktische konsequenz ziehen Feuerbach und Freud aus ihren Auffassunegn (o.ä)
Feuerbach: Der Mensch sollte die Ideale zurück nehmen, sie als die eigenen erkennen und dann dementsprächend danach leben und nicht von sich auf eine andere Person projetzieren
Freud: Wenn dann wird nur die wissenschaft eine Antwort auf religöse Fragen finden. Also eigentlich nichts praktisches
richtig??
2) Auf wenn passt die kritik Feuerbachs nicht?-> z.B auf die Mystik da die der Meinung sind, das Gott auf dem Grund unserer Seele ist. Gott wirk von Innen und bei jedem anders.
Leider hab ich die Frage danach vergessen wo sie(Herr Ziemke) auf Aselm Grün verwiesen hatten? ging es da auch um eine praktische konsequenz?
Auf wen passt die kritik Feuerbachs noch nicht?

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12 Re: Fragen zum Thema II am Di Jun 15, 2010 9:02 pm

@Salma: 1.) ist korrekt so. Bei Feuerbach wäre vielleicht noch wichtig, dass der Mensch diese Ideale auch korrigieren / überdenken kann (Bsp. "reine" zölibatäre Liebe)
2. Auch richtig. An unserem Anselm-Grün-Text ist so schön, dass er Feuerbach sogar gewissermaßen recht gibt, indem er sagt, dass der Mensch bei seinem Weg zu Gott "nach oben" (nach Grün: oft / nach Feuerbach: immer) seinen eigenen Projektionen folgt.
Für eine differenzierte Antwort ist auch wichtig, dass es nicht NUR auf den Unterschied Gott "in mir" (auf dem Grund meiner Seele) und Gott "über mir" "irgendwo anders" ankommt. Für den "herkömmlichen" Christen ist Gott etwas mehr oder weniger bestimmtes (Augustinus: Allmacht, Allgüte, All....), das mir (als Person) sagt, wo es lang geht (also auch in diesem Sinne Projektion). Für den Mystiker (Meister Eckhard, Anselm Grün, Suzuki) ist Gotteserfahrung Einheitserfahrung des Menschen mit dem Universum, Erfahrung eines universellen "Seins" oder auch "Nichts", dem nicht irgendwelche bestimmte Eigenschaften zukommen, der/das auch nie etwas "sagen" würde, sondern der/das dadurch in mir wirkt, dass ich "selbstlos" aus dieser Einheit heraus handle. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ist für den Christen Gebot Gottes (Jesu) (und als solches Projektion seiner eigenen Ideale im Sinne Feuerbachs), für den Mystiker ist es die natürliche Konsequenz der Einheit, die er mit allen Menschen und Lebewesen erfährt. (Am deutlichsten im Zen-Buddhismus wie bei Suzuki, der diese Einheit noch nicht einmal benennen würden - schon garnicht mit "Gott". Denn hier hört für ihn die Erfahrung auf und die philosophische oder theologische Spekulation fängt an).
Für die Darstellung Feuerbachs und Grüns ist es wichtig, die Originaltexte nochmal zu lesen, um die Darstellung mit "Schlagworten" der Autoren zu illustrieren.

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